Die Auftraggeberin kam mit einer Werkhalle aus den 1970er Jahren im rheinländischen Brühl auf uns zu. Sie war bis dahin erfolglos bei der Suche nach einem Planer zur Umnutzung und Sanierung. Das gelbe Objekt mit dem roten Tor faszinierte uns. Wir begannen mögliche Nutzungen zu diskutieren, fanden aber keinen schlüssigen Ansatz. Das strenge quadratische Raster des Grundrisses lud ein, die Ebene der Funktionen zunächst außer Acht zu lassen. Vielmehr dachten wir über die architektonische Struktur des Stahlbaus nach und entwickelten dafür ein Bild zur Transformation. Recht schnell wurde dabei die Einfügung eines zentralen Innenhofes zur wesentlichen Maßnahme. Bis auf diesen Einschnitt wurde das Gebäude weitgehend intakt gelassen. Über die gesamte Halle wurde eine hochwärmegedämmte neue Gebäudehülle in Holzbauweise errichtet. Diese Konstruktion ist sortenrein demontierbar und kann einem zyklischen Bauprozess zugeführt werden. Modernste Heiz- und Kühltechnik mit Sole-Wärmepumpe und eine KI-gestützte Steuerung aller klimarelevanten technischen Anlagen machen das Gebäude hocheffizient. Am Ende ergaben sich fast wie von selbst drei Einheiten für vielfältige gewerbliche Nutzungen. Die Qualität der Belichtung aller Raumbereiche mit spannenden Blickbeziehungen haben eine hochwertige, attraktive Adresse für den Standort entstehen lassen.
Projekt
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Werkhalle Brühl
Ort
Brühl, Nordrhein-Westfalen
Baujahr
2024-2026
Projektart
Realisierung
Fläche
ca. 460 m2
Kategorie
Gewerbebau
Auftraggeber
Privat
Entwurf
Markus Thiel, Jürgen von Kietzell
Team
Gianny Myint









