Die Aufgabe des Wettbewerbs bestand im Entwurf eines neuen Trauerhauses am Ostwall für die Stadt Straelen, Kreis Kleve. Trauer ist eine zutiefst persönliche Angelegenheit: Der Abschied von einem geliebten Menschen fällt schwer und jeder hat seine eigene Art dies zu bewältigen. Unser Beitrag schlägt einen 30 Meter langen und 6.50 Meter hohen Baukörper vor, welcher sich vom Parkplatz kommend buchstäblich in den Weg stellt. Der Tod ist ein gesellschaftlich verdrängtes Thema. Wer zwangsläufig mit ihm konfrontiert wird, den erwischt es meist kalt. Ankommende sollen innehalten, sich bewusst annähern.Wir wollen dem intimen und existenziellen Moment des Abschieds einen angemessenen Rahmen geben. Dieser Rahmen ist für uns notwendig physischer Natur – nur ein reales, materiell zutiefst präsentes Gebäude kann der Wesenheit und emotionalen Komplexität des Ereignisses gerecht werden. Die Hülle aus matten Glastafeln lässt das Licht von außen hinein und von innen nach draußen strahlen. Wie stumpfer lichtdurchlässiger Stein wirkt sie, ephemer, flüchtig, undurchschaubar wie das Leben selbst. Im Zentrum befindet sich das innere Kerngebäude aus Holz. Ein monolithischer Körper mit gebogenen Wänden, die sich einer Arche gleich im Scheitel zusammenfügen.
Projekt
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Wettbewerb Straelen
Ort
Straelen
Baujahr
2018
Projektart
Wettbewerbsverfahren
Fläche
ca. 150 m²
Kategorie
Sakralbauten
Auftraggeber
-
Entwurf
Markus Thiel
Team
Ido de Baat

